Zuweisende Ärzte

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

über das MVZ bieten wir das gesamte Spektrum unserer ambulanten Leistungen an. Die wichtigsten Leistungen im Überblick:

Szintigrafie / SPECT für

  • Schilddrüse [weitere Informationen]
  • Nebenschilddrüsen
  • Skelett
  • Herzmuskel [weitere Informationen]
  • Lunge
  • Nieren
  • Wächterlymphknoten (zum Beispiel bei Mammakarzinom oder Melanom)
  • Gehirn (zum Beispiel 123I-DaTSCAN bei Bewegungsstörungen, M. Parkinson)
  • spezielle Tumorszintigrafien (123I-MIBG, 111In-Octreoscan)

 

Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit integriertem PET/CT-Untersuchungsgerät als Ganzkörper-PET [weitere Informationen]

  • Stadieneinteilung bei bestimmten bösartigen Tumoren
  • Therapiemonitoring unter laufender Chemotherapie
  • Therapiekontrolle nach Abschluss der Chemotherapie, wenn die Entscheidung über zusätzliche Therapieoptionen (zum Beispiel Strahlentherapie) ansteht
  • bei begründetem Verdacht auf ein Tumorrezidiv

 

Positronen-Emissions-Tomografie (PET) mit integriertem PET/CT-Untersuchungsgerät als Hirn-PET [weitere Informationen

  • Abklärung degenerativer Hirnerkrankungen (zum Beispiel M. Alzheimer, M. Parkinson)
  • Ausbreitungsdiagnostik bei Hirntumoren (Gliom, Glioblastom)

 

Dabei werden neben 18F-FDG (Fluorodeoxyglukose) – abhängig von der Tumorart – weitere PET-Tracer wie 18F-FLT, 18F-DOPA, 11C-Methionin bzw. 68Ga-DOTATATE (zur Markierung von Somatostatin-Rezeptoren) eingesetzt.

 

Neben der Diagnostik bietet die Nuklearmedizin auch therapeutische Möglichkeiten. Zum Beispiel können durch die Verabreichung von radioaktivem Iod (131I) gutartige Schilddrüsenerkrankungen (heiße Knoten, Schilddrüsenautonomie, Schilddrüsenüberfunktion, M. Basedow, Knotenstruma) behandelt werden. Bei den meisten Krebsformen der Schilddrüse erfolgt eine Radioiodtherapie zusätzlich zur Operation; die Heilungschancen sind für die meisten Patienten exzellent, das heißt die Lebenserwartung ist so hoch wie bei einem gesunden Menschen gleichen Alters. Bei bestimmten Tumorformen werden folgende nuklearmedizinische Therapien angeboten:

  • 177Lu (Lutetium) DOTATATE bei neuroendokrinen Tumoren
  • 131I MIBG bei Neuroblastom
  • 90Y (Yttrium) Ibritumomab Tiuxetan (Zevalin®) beim follikulären Non-Hodgkin-Lymphom
  • 153Sm (Samarium) Phosphonat (Quadramet®) zur Schmerztherapie bei Knochenmetastasen (vorwiegend Prostatakarzinom wegen der notwendigen hohen Speicherintensität)  

 


Detail-Informationen


Schilddrüse
Bei Patienten mit einer Schilddrüsenerkrankung bieten das MVZ und die Klinik für Nuklearmedizin das gesamte diagostische Spektrum an:

  • Schilddrüsen-Laborwerte
  • Sonographie und Dopplersonographie
  • Feinnadelpunktion von verdächtigen Schilddrüsenknoten
  • Schilddrüsenszintigraphie mit 99mTc-Pertechnetat und ggf. mit 123I
  • Szintigraphie der Schilddrüse mit 99mTc-MIBI zur Erfassung der „Wachstumsaktivität“ von kalten Schilddrüsenknoten, wenn das Ergebnis der Feinnadelpunktion nur eingeschränkt zu verwerten ist
  • 131I-Ganzkörperszintigraphie beim Schilddrüsenkarzinom (auch nach rekombinantem humanem TSH, Thyrogen®)
  • 99mTc-Penta-DMSA-Szintigraphie beim medullärem Schilddrüsenkarzinom
  • PET/CT beim Schilddrüsenkarzinom

 

Wir erstellen individuelle Therapiekonzepte (konservativ-medikamentös, Operation, Radioiodtherapie) und sind auch gerne Ansprechpartner für eine „zweite Meinung“, zum Beispiel bei empfohlener Schilddrüsenoperation oder Radioiodtherapie.

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Herzmuskel
Wenn nach einer Ischämie des Herzmuskels gefragt wird, ist eine Belastungsuntersuchung („Stress“) notwendig. Hierfür steht neben der Fahrradergometrie als Alternative die medikamentöse Belastung mit Adenosin oder Dobutamin zur Verfügung. Solche pharmakologischen Belastungen haben den Vorteil der hohen Standardisierung. Der Trainingszustand des Patienten spielt keine Rolle. Da sich Adenosin beziehungsweise Dobutamin innerhalb weniger Minuten abbauen, sind die Begleiteffekte der Medikation nur von kurzer Dauer. Inzwischen werden im MVZ Nuklearmedizin und in der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Köln die meisten Stress-Untersuchungen als medikamentöse Belastungen durchgeführt. Die Wahl einer aussagekräftigen Belastung wird durch den Arzt für jeden Patienten individuell getroffen; ein wesentliches Kriterium ist die erreichbare Herzfrequenz bei der Fahrradergometrie. Hierfür ist die Kenntnis über das Belastungs-EKG des Zuweisers wichtig.

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PET
In den meisten europäischen Ländern wird ein breites Spektrum an Tumorarten – orientiert am jeweils erkrankten Organ – mittels der PET/CT untersucht und vergütet. In Deutschland ist die PET/CT bisher nur bei Lungenkrebs und in der Therapiekontrolle des Hodgkin-Lymphoms eine Regelleistung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gemäß Sozialgesetzbuch (SGB V). Bei allen übrigen Tumorformen sprechen Sie bitte vorher mit dem zuständigen Nuklearmediziner, denn dieser kennt den aktuellen Stand der Leistungserstattung in Deutschland. Im Rahmen von Therapieoptimierungsstudien, Versorgungsverträgen oder der prästationären Behandlung können für ausgewählte Tumorarten Sonderregelungen am Universitätsklinikum Köln für die PET/CT bestehen.

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