Diagnose der Gichterkrankung

Bislang war die gängigste Methode, um Gicht zu diagnostizieren, eine Punktion des Gelenks, um Flüssigkeit zum Nachweis von Natriumuratkristallen (Harnsäure) zu erhalten. Bildgebende Verfahren können helfen, Gichtläsionen zu finden. Dennoch kann die Diagnose mit Bildgebungsverfahren wie Röntgen, Single-Source-Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Ultraschall nicht sicher bestätigt werden.

Mithilfe des Somatom Force bietet die Radiologische Praxis des MVZ nun eine deutlich bessere und für Patienten angenehmere Diagnosemethode als bisher.

Die Dual-Energy-Computertomographie (DECT) ermöglicht schnelle, nichtinvasive Untersuchungen. Bereits geringe Mengen von Harnsäureablagerungen werden genau lokalisiert und im CT-Bild farblich markiert.

Schlüssel zur neuen Methode ist die Software Syngo DE Gout, die auf einem Dual-Energy-Algorithmus basiert, um so Harnsäureablagerungen zu identifizieren. Der Algorithmus der Software beruht auf der Erkenntnis, dass die CT-Werte von Harnsäureablagerungen zum Beispiel im Vergleich zu Kalzium niedriger sind, wenn Aufnahmen mit verschiedenen Energien (80 bzw. 140 kV) durchgeführt werden.

Auf dem klinischen CT-Bild lassen sich dann die verschiedenen Schwächungswerte farbig unterscheiden: Die Harnsäurekristalle verfärben sich beispielsweise grün, wie auf der Abbildung rechts erkennbar ist.

Grün farbcodierte Harnsäurekristalle am Knie, Foto: Uniklinik Köln
Grün farbcodierte Harnsäurekristalle an der Hand, Foto: Uniklinik Köln

Auf dem klinischen CT-Bild lassen sich dann die verschiedenen Schwächungswerte farbig unterscheiden: Die Harnsäurekristalle verfärben sich beispielsweise grün, wie auf der Abbildung rechts erkennbar ist.

Vorteile der Diagnose mit DECT

  • genauere und differenziertere Diagnose der Gichterkrankung
  • neue Informationen über das Fortschreiten der Krankheit und die Ansammlung der Ablagerungen von Natriumuratkristallen
  • Aufschluss über die Krankheitsbelastung des Patienten und Abgrenzung zu anderen Krankheiten
  • frühe Diagnose von Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Sehnen und Bändern, um irreversible Schäden an diesen zu verhindern
  • Überwachung der Therapieerfolge
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