Multimodale und konventionelle Diagnostik

Erfahren Sie hier mehr über die multimodale und konventionelle Diagnostik, die im Fachbereich der Nuklearmedizin des MVZ der Uniklinik Köln angeboten wird:

Weiterführende Informationen

Dopamin-Transporter-Szintigraphie (DaTSCAN)

Die DaTSCAN Untersuchung ist eine sehr sensitive nuklearmedizinische Methodik, bei der die Diagnose eines Morbus Parkinson ausgeschlossen oder gestellt werden kann.

Morbus Parkinson und Parkinson Syndrome gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Die typischen Symptome sind Tremor (Zittern), Rigor (erhöhte Muskelspannung mit Steifheit) und Hypokinese (Bewegungsarmut, Gangstörung). Doch auch andere Erkrankungen können eine ähnliche Symptomatik aufweisen und daher ist eine exakte Diagnostik wichtig, um frühzeitig gezielte Therapiemaßnahmen einzuleiten. Die Ursache des Morbus Parkinson und auch anderer Parkinson-Syndrome (z. B. Multisystematrophie) liegt in der Degeneration bzw. dem Absterben von Nervenzellen im Striatum. Durch die Dopamintransporter-Szintigrafie mit 123-Jod (DaTSCAN) kann der Verlust der Neurone nachgewiesen werden. Dies gelingt über die bildliche Darstellung einer bestimmten Komponente dieser dopaminergen Neurone, des präsynaptischen Dopamin-Transporters.

Wann wird die Dopamin-Transporter-Szintigraphie eingesetzt?

  • Bei klinischem Verdacht auf das Vorliegen eines Morbus Parkinson oder Parkinson-Syndroms
  • Beurteilung des Schweregrades bzw. des Stadiums der Parkinson-Erkrankung
  • Verlaufskontrolle der Parkinson-Erkrankung

Der Ablauf der Untersuchung

Nachdem Sie den Anamnesebogen ausgefüllt haben, werden Sie über den genauen Ablauf der Untersuchung vor Ort durch unser medizinisches Personal informiert. Danach erfolgt die Injektion einer schwach radioaktiv markierten Substanz in einer Armvene. Nach etwa drei Stunden werden die Aufnahmen in Rückenlage mit einer Gammakamera über einen Zeitraum von ca. 45 Minuten durchgeführt. In der Wartezeit bis zum Beginn der Aufnahmen können sie die Klinik verlassen. Nach der Untersuchung dürfen Sie ohne Einschränkungen nach Hause fahren.

Sie brauchen zu der Untersuchung nicht nüchtern zu erscheinen.

Einige Medikamente können die Dopamin-Transporter-Szintigrafie beeinträchtigen. Bitte sprechen Sie ein Absetzen dieser Medikation mit dem behandelnden Neurologen vor der Untersuchung ab.

Zur Untersuchung bringen Sie bitte einen gültigen Überweisungsschein, die vorhandenen schriftlichen Vorbefunde sowie den aktuellen Medikamentenplan mit.

Zu beachten ist, dass schwangere und stillende Patientinnen nicht untersucht werden dürfen.

Wenn Sie den vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns dies mindestens drei Tage vor der Untersuchung mitzuteilen.

Nebenschilddrüsenszintigraphie

Die Nebenschilddrüsen-Szintigraphie ist eine häufige nuklearmedizinische Untersuchung und beinhaltet eine sehr sensitive Methode zur Darstellung eines Nebenschilddrüsenadenoms und zur Verifizierung eines Hyperparathyreoidismus. In der Regel erfolgt eine Darstellung des gesamten Halsbereiches und Brustkorbes, damit auch ektop gelegene Nebenschilddrüsenadenome detektiert werden können.

Die Untersuchung erfolgt mit einem modernen SPECT-CT-System, welches eine Doppelkopf-Gammakamera mit einem Computertomographen kombiniert und Fusionsbilder erstellt. Somit wird zusätzlich zur funktionellen Diagnostik eine anatomische Zuordnung mit konsekutiv hoher Sensitivität ermöglicht.

Wann wird die Nebenschilddrüsenszintigraphie eingesetzt?

  • Lokalisierung von hypersezernierendem Nebenschilddrüsengewebe (Adenome oder Hyperplasie) bei Verdacht auf primären, sekundären und tertiären Hyperparathyreoidismus
  • Lokalisierung von hypersezernierendem Nebenschilddrüsengewebe (Adenome, Hyperplasie) bei Patienten mit persistierender oder rezidivierender Erkrankung trotz vorangegangener OP
  • In der Regel sind die vier Nebenschilddrüsen in unmittelbarer Nachbarschaft der Schilddrüse gelegen. Nicht selten findet man auch Abweichungen von dieser Lage (ektope Lage). Aufgabe der Nebenschilddrüsen ist es, Parathormon (PTH) zu produzieren. Parathormon spielt eine entscheidende Rolle im Calcium- und Phopshatstoffwechsel
  • Eine Überfunktion der Nebenschildddrüsen (Hyperparathyreoidismus) z.B. im Rahmen von Nebenschilddrüsenadenomen (gutartiger Tumor der Nebenschilddrüsen) führt zu einem Anstieg des Serumcalciumwertes und einem Abfall des Serumphophatwertes und kann zu Symptomen wie Osteoporose, Herzrhythmusstörungen oder Niereninsuffizienz führen
  • Mithilfe der Nebenschilddrüsenszintigraphie können Nebenschilddrüsenadenome bildlich dargestellt werden und so ggf. eine operative Therapie eingeleitet werden

Der Ablauf der Untersuchung

Halsketten sind spätestens zu Beginn der Untersuchung auszuziehen. Nachdem Sie den Anamnesebogen ausgefüllt haben, werden Sie über den genauen Ablauf der Untersuchung vor Ort durch unser medizinisches Personal informiert. Im Anschluss werden in einem bestimmten Zeitabstand zwei verschiedene Tracer in die Armvene injiziert und es erfolgen in einem Zeitraum von bis zu ca. vier Stunden weitere Aufnahmen Ihrer Halsregion und des Brustkorbes an unterschiedlichen Geräten in verschiedenen Zeitabständen und Aufnahmetechniken.

Zwischen den einzelnen Aufnahmen haben Sie eine längere Pause, in der Sie sich bewegen sowie essen und trinken können.

Die Szintigraphie wird am Untersuchungstag mit einer Sonographie der Nebenschilddrüsen sowie der Schilddrüse ergänzt.

Nach der Untersuchung dürfen Sie ohne Einschränkungen nach Hause fahren.

Sie brauchen zu der Untersuchung nicht nüchtern zu erscheinen.

Zur Untersuchung bringen Sie bitte einen gültigen Überweisungsschein, die vorhandenen schriftlichen Vorbefunde sowie den aktuellen Medikamentenplan mit.

Wichtig sind insbesondere aktuelle Laborwerte wie Calcium, Phosphat und Parathormon. Diese können uns auch vorher zugesendet werden, müssen aber spätestens am Untersuchungstag vorliegen. Der Zeitaufwand am Untersuchungstag beträgt mit Wartezeit und Pausen ca. vier bis sechs Stunden.

Zu beachten ist, dass schwangere und stillende Patientinnen nicht untersucht werden dürfen.

Wenn Sie den vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns dies mindestens drei Tage vor der Untersuchung mitzuteilen.

Magenentleerungs-Szintigraphie

Die Magenentleerungs-Szintigrafie ist ein hoch sensitives nuklearmedizinische Verfahren zur Erkennung einer Magenentleerungsstörung sowie zur Beurteilung der Magenfunktion. Hierbei wird eine geringe Menge eines radioaktiv markierten Tracers (Technetium-99m) in eine Mahlzeit gemischt und verzehrt. Die Magenentleerungs-Szintigrafie wird bei Patienten durchgeführt, die unter Störungen der Magenentleerung leiden.

Wann wird die Magenentleerungsszintigraphie eingesetzt?

  • Verdacht auf verzögerte Magenentleerung
  • Verdacht auf stark beschleunigte Magenentleerung
  • Verdacht auf Magenreflux
  • Verdacht auf Sklerodermie
  • Verdacht auf Gastroparese bei Diabetes mellitus
  • Zustand nach Magenoperation

Der Ablauf der Untersuchung

Sie müssen nüchtern zur Untersuchung kommen, das heißt mindestens acht Stunden bzw. über Nacht vor der Untersuchung keine Nahrung zu sich nehmen und auch nichts trinken. Zudem sollten Sie am Tag vor der Untersuchung nicht rauchen da dies und auch die Zufuhr von Flüssigkeit das Ergebnis verfälschen kann. Medikamente mit Einfluss auf die Magenmotilität (z. B. Paspertin) sollten 12 Stunden vor der Untersuchung abgesetzt werden.

Nachdem Sie den Anamnesebogen ausgefüllt haben, werden Sie über den genauen Ablauf der Untersuchung vor Ort durch unser medizinisches Personal informiert.

Für die Untersuchung wird eine radioaktiv markierten Test-Speise eingesetzt. Direkt im Anschluss beginnen dynamische Aufnahme mit einer hoch sensitiven Gammakamera. Dabei wird die Passage der Test-Speise durch den Magen in den Darm detektiert. Die Gesamtzeit der Untersuchung beträgt ca. drei Stunden.

Nach der Untersuchung dürfen Sie ohne Einschränkungen nach Hause fahren.

Zur Untersuchung bringen Sie bitte einen gültigen Überweisungsschein, die vorhandenen schriftlichen Vorbefunde sowie den aktuellen Medikamentenplan mit.

Zu beachten ist, dass schwangere und stillende Patientinnen nur unter Vorbehalt nach Rücksprache untersucht werden dürfen.

Wenn Sie den vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns dies mindestens drei Tage vor der Untersuchung mitzuteilen.

Lungenperfusions- und Ventilationsszintigraphie

Die Lungenperfusion und Ventilation Szintigrafie ist eine sehr sensitive Methode zum Ausschluss oder Nachweis einer Lungenembolie. Eine Lungenembolie kann sich durch Luftnot, Schmerzen und weitere Beschwerden bemerkbar machen. Auch bestimmte Labortests oder das Vorliegen bestimmter Risikofaktoren können zu einem Verdacht auf eine Lungenembolie führen.

Für die Lungenszintigrafie wird kein Kontrastmittel benötigt und sie kann auch dann angewendet werden, wenn die Nieren geschädigt sind oder eine Kontrastmittelallergie vorliegt.

Wann wird die Lungenperfusions- und Ventilationsszintigraphie eingesetzt

  • Verdacht auf akute Lungenembolie
  • Verdacht auf abgelaufene Lungenembolie
  • CTEPH

Der Ablauf der Untersuchung

Sie müssen zur Untersuchung nicht nüchtern erscheinen. Nachdem Sie den Anamnesebogen ausgefüllt haben, werden Sie über den genauen Ablauf der Untersuchung vor Ort durch unser medizinisches Personal informiert.

Die Untersuchung besteht in der Regel aus zwei Untersuchungsabschnitten. Zuerst wird die Belüftung der Lunge untersucht, nachdem ein schwach radiomarkiertes "Technegas" inhaliert wird und die Verteilung der Aktivität in der Lunge gemessen wird. Anschließend wird die Durchblutung der Lungen untersucht. Dafür wird ein schwach radioaktiv markierter Tracer in eine Armvene injiziert und die Verteilung in der Lunge detektiert.

Nach der Untersuchung dürfen Sie ohne Einschränkungen nach Hause fahren.

Zur Untersuchung bringen Sie bitte einen gültigen Überweisungsschein, die vorhandenen schriftlichen Vorbefunde sowie den aktuellen Medikamentenplan mit.

Zu beachten ist, dass schwangere und stillende Patientinnen nur unter Vorbehalt und nach Rücksprache untersucht werden dürfen.

Wenn Sie den vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns dies mindestens drei Tage vor der Untersuchung mitzuteilen.

Nierenfunktionsszintigrafie

Die Nierenszintigrafie ist eine hoch sensitive nuklearmedizinische Methodik, welche die Beurteilung der Nierenfunktion unter statischen und dynamischen Aspekten erlaubt.

Die Nierenfunktionsszintigrafie ermöglicht, Veränderungen der Nierenfunktion früh und insbesondere seitengetrennt zu beurteilen. Darüber hinaus können Störungen des Harnabflusses sowie die Perfusion der Nieren sichtbar gemacht werden.

Wann wird die Nierenfunktionsszintigrafie eingesetzt?

  • Nierenerkrankungen, bei denen die Bestimmung der seitengetrennten Nierenfunktion und die Bestimmung des Abflusses erforderlich sind
  • Verdacht auf Abflussstörung (z.B. Verdacht auf pelviureterale und vesikoureterale Stenosen)
  • Verdacht auf Refluxnephropathie
  • Therapie-Monitoring der Nieren unter onkologischer Therapie
  • Kontrolluntersuchung nach Nierentransplantation und Bewertung von Transplantat-Nieren
  • Bestimmung der seitengetrennten Nierenfunktion bei potentiellen Lebendnierenspendern

Der Ablauf der Untersuchung

Sie müssen zur Untersuchung nicht nüchtern erscheinen. Medikamente können wie gewohnt eingenommen werden. Nachdem Sie den Anamnesebogen ausgefüllt haben, werden Sie über den genauen Ablauf der Untersuchung vor Ort durch unser medizinisches Personal informiert.

Sofern keine Kontraindikationen bestehen, sollte vor der Untersuchung ausreichend getrunken werden, mindestens 5-10 ml/kg Körpergewicht, 30-60 Minuten vor der Untersuchung. Vor der Injektion des radioaktiv markierten Tracers muss die Blase entleert werden. Für die Untersuchung werden zwei intravenöse Zugänge in jeweils einer Armvene gelegt. Über einen intravenösen Zugang wird ein schwach radioaktiv markierter Tracer injiziert. Danach erfolgen in Rückenlage die Aufnahmen an der Gammakamera über ca. 30 Minuten. Über den gelegten Zugang an der Armvene des anderen Armes werden in definierten Abständen Blutproben entnommen. Zur Beurteilung einer möglichen Abflussbehinderung kann es erforderlich sein, dass ein Diuretikum gegen Ende der Untersuchung injiziert wird, um die Urinausscheidung zu fördern und zu beurteilen.

Nach der Untersuchung dürfen Sie ohne Einschränkungen nach Hause fahren.

Zur Untersuchung bringen Sie bitte einen gültigen Überweisungsschein sowie die vorhandenen schriftlichen Vorbefunde mit.

Zu beachten ist, dass schwangere und stillende Patientinnen nur unter Vorbehalt und nach Rücksprache untersucht werden dürfen.

Wenn Sie den vereinbarten Termin nicht wahrnehmen können, bitten wir Sie, uns dies mindestens drei Tage vor der Untersuchung mitzuteilen.