Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist eine spezielle Röntgenuntersuchung, bei der Schichtaufnahmen des Körpers erstellt werden. Die Untersuchung ist schnell durchführbar und sehr präzise. So lassen sich mittels CT Herz, Lunge, Gehirn und viele weitere Strukturen sehr detailliert abbilden.

In unserer Radiologischen Praxis des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Universitätsklinikums Köln verfügen wir über einen der derzeit modernsten Computertomographen der dritten Generation – den ultraschnellen 384-Zeilen-Computertomographen Somatom Force von Siemens.

Das Somatom Force ist ein Dual-Source-Computertomograph (DSCT), der mit zwei Strahlungsröhren und Detektorsystemen ausgestattet ist und auf diese Weise mit besonders hoher Geschwindigkeit Aufnahmen erzeugen kann. In der bisherigen Anwendung hat sich gezeigt, dass der neue CT-Scanner deutlich schneller und gleichzeitig präziser in der Diagnostik ist als bisherige High-End-Systeme. Ein extrem schneller Scanmodus erlaubt es, in etwa einer Sekunde den gesamten Oberkörper eines Patienten zu erfassen und tausende von Schnittbildern für die Diagnose zu liefern.

Vorteile des Somatom Force:

  • Im Vergleich zu bisherigen High-End-Systemen wird die Menge des Kontrastmittels etwa auf die Hälfte reduziert. Davon profitieren vor allem Patienten mit Niereninsuffizienz, da deren Nierenfunktion bei üblichen Kontrastmittelmengen meist zusätzlich beeinträchtigt wird.
  • Der ultraschnelle Scanmodus reduziert Störungen im CT-Bild – sogenannte Bewegungsartefakte –, wie sie insbesondere bei Herz- und Thoraxuntersuchungen durch (Atem-)Bewegungen des Patienten entstehen.
  • Die Strahlenbelastung bei der CT-Untersuchung sinkt für Patienten auf ein Minimum.

Was Sie zur Untersuchung mitbringen sollten

Befundberichte oder Voraufnahmen von zurückliegenden Untersuchungen (z. B. CT, MRT, Röntgen oder Ultraschall) sind bei der Planung und Auswertung der Computertomographie hilfreich und sollten mitgebracht werden. Für Untersuchungen, die in der Regel eine Kontrastmittelgabe erfordern, benötigen wir unbedingt folgende Laborwerte, die Ihr überweisender Arzt ermittelt: TSH (Schilddrüse) und Kreatinin (Niere). Diese sollten nicht älter als drei Monate sein.

Patientenvorbereitung

Eine spezielle Vorbereitung ist normalerweise nicht erforderlich. In einem Gespräch vor der Untersuchung wird unser Team die geplante Untersuchung mit Ihnen gemeinsam besprechen.

Dauer der Untersuchung

Die Untersuchungszeit im Gerät beträgt in der Regel nur wenige Minuten. Sollte bei Ihnen eine Untersuchung im Bauchbereich (Abdomen) notwendig sein, wird Ihnen das Kontrastmittel vor der Untersuchung als Getränk verabreicht. Nach einer Wartezeit von 30 bis 60 Minuten kann anschließend die CT-Untersuchung erfolgen. Durch die direkte Bildverarbeitung können Sie Ihre Aufnahmen nach der Untersuchung zur weiteren Besprechung mit Ihrem überweisenden Arzt mitnehmen. Ihr Arzt erhält von uns zusätzlich einen schriftlichen Befund zugesandt.

Diagnose der Gichterkrankung

Bislang war die gängigste Methode, um Gicht zu diagnostizieren, eine Punktion des Gelenks, um Flüssigkeit zum Nachweis von Natriumuratkristallen (Harnsäure) zu erhalten. Bildgebende Verfahren können helfen, Gichtläsionen zu finden. Dennoch kann die Diagnose mit Bildgebungsverfahren wie Röntgen, Single-Source-Computertomographie, Magnetresonanztomographie und Ultraschall nicht sicher bestätigt werden.

Mithilfe des Somatom Force bietet die Radiologische Praxis des MVZ nun eine deutlich bessere und für Patienten angenehmere Diagnosemethode als bisher.

Die Dual-Energy-Computertomographie (DECT) ermöglicht schnelle, nichtinvasive Untersuchungen. Bereits geringe Mengen von Harnsäureablagerungen werden genau lokalisiert und im CT-Bild farblich markiert. Wie Ärzte in einer Studie berichten, konnten sie bei den untersuchten Patienten mittels DECT insgesamt mehr von Gicht befallene Stellen finden als mit der herkömmlichen klinischen Untersuchung. Außerdem erkannten die Wissenschaftler befallene Stellen in Ellenbogen, Fuß, Knöchel und Knie deutlich besser als mit der üblichen Punktion.

Schlüssel zur neuen Methode ist die Software Syngo DE Gout, die auf einem Dual-Energy-Algorithmus basiert, um so Harnsäureablagerungen zu identifizieren. Der Algorithmus der Software beruht auf der Erkenntnis, dass die CT-Werte von Harnsäureablagerungen zum Beispiel im Vergleich zu Kalzium niedriger sind, wenn Aufnahmen mit verschiedenen Energien (80 bzw. 140 kV) durchgeführt werden.

Auf dem klinischen CT-Bild lassen sich dann die verschiedenen Schwächungswerte farbig unterscheiden: Die Harnsäurekristalle verfärben sich beispielsweise grün, wie auf der Abbildung rechts erkennbar ist.

Vorteile der Diagnose mit DECT

  • genauere und differenziertere Diagnose der Gichterkrankung
  • neue Informationen über das Fortschreiten der Krankheit und die Ansammlung der Ablagerungen von Natriumuratkristallen
  • Aufschluss über die Krankheitsbelastung des Patienten und Abgrenzung zu anderen Krankheiten
  • frühe Diagnose von Ablagerungen von Harnsäurekristallen in Sehnen und Bändern, um irreversible Schäden an diesen zu verhindern
  • Überwachung der Therapieerfolge
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